Oberhalb der Weinberge von Rüdesheim am Rhein pflegt die Abtei St. Hildegard ein Lebensmittelhandwerk, das in der Lehre Hildegards von Bingen wurzelt. Im Bio-Fachhandel ist das Benediktinerinnenkloster vor allem für seine Bio-Dinkelprodukte und sein Klosterweingut bekannt.
Ein 1904 errichtetes Kloster
Die heutige Abtei wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut und nicht von Hildegard von Bingen selbst gegründet. Sie geht jedoch auf das 1165 neubesiedelte und 1803 säkularisierte Kloster Eibingen zurück, das Hildegard begründet hatte. Die Benediktinerinnengemeinschaft wurde 1904 wiederbegründet, mit Neubauten im neoromanischen Stil.
1941 wurden die Schwestern von den Nationalsozialisten vertrieben und konnten erst 1945 zurückkehren. Seit 2002 gehört die Abtei zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal.
Das Sortiment an Bio-Dinkelprodukten
Dinkel nimmt in der Hildegard von Bingen zugeschriebenen Ernährungslehre eine zentrale Rolle ein. Die Abtei betreibt einen Dinkelprodukte-Vertrieb sowie einen grossen Klosterladen. Dazu gehören unter anderem:
- Dinkelmehl und Mühlenprodukte
- Dinkelgebäck, etwa Kastanienkekse mit Vanille und Mandeln
- Gewürzkekse mit Zimt, Muskatnuss und Gewürznelken
- Tee, Gewürze und Geschenkideen
Die Kekse der Marke Abtei St. Hildegard werden aus 100 % biologischen Zutaten hergestellt.
Bio-Zertifizierung und Engagement
Für den Handel mit Öko-Produkten ist die Abtei durch die Kontrollstelle ABCERT zertifiziert, unter dem Code DE-ÖKO-006. Wirtschaftlich verantwortlich für die Produkte ist die Vereinigung der Benediktinerinnen zu St. Hildegard e.V. in Rüdesheim am Rhein.
Der verwendete Dinkel gilt als altes Getreide, das durch seine fest anliegende Spelzhülle geschützt ist, und wird im Sinne einer natürlichen Ernährung und nachhaltigen Produktion verarbeitet.
Das Klosterweingut
Neben Lebensmitteln führt die Abtei ein Klosterweingut, dessen geschichtliche Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen. Bewirtschaftet werden rund 7,5 Hektar Rebfläche, hauptsächlich Riesling und Spätburgunder, mit Weinen der Klosteredition wie «Domus Domini», «Mons Sanctus» und «Hildegardis Scivias».
Für den Schweizer Bio-Fachhandel sprechen die Dinkelprodukte der Abtei St. Hildegard Kundinnen und Kunden an, die Wert auf klösterliche Tradition, Ernährung nach Hildegard von Bingen und alte Getreidesorten legen. In der Schweiz über Phag vertrieben, ergänzt die Marke ein Sortiment patrimonialer, bio-zertifizierter Produkte.
Häufige Fragen
Wo kann man Produkte der Abtei St. Hildegard in der Schweiz kaufen?
Die Dinkelprodukte der Abtei St. Hildegard sind im Schweizer Bio-Fachhandel erhältlich, also in unabhängigen Bioläden und spezialisierten Naturkostgeschäften. Zusätzlich können sie direkt beim Klosterladen der Abtei in Deutschland bestellt werden.
Sind die Produkte der Abtei St. Hildegard bio-zertifiziert?
Ja. Für den Handel mit Öko-Produkten ist die Abtei durch die Kontrollstelle ABCERT unter dem Code DE-ÖKO-006 zertifiziert. Das Dinkelgebäck der Marke wird aus 100 % Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau hergestellt, gemäss dem EU-Bio-Logo.
Wer stellt die Produkte der Abtei St. Hildegard her?
Die Produkte stehen in Verbindung mit dem Benediktinerinnenkloster St. Hildegard in Eibingen bei Rüdesheim am Rhein. Wirtschaftlich verantwortlich ist die Vereinigung der Benediktinerinnen zu St. Hildegard e.V. Einige Dinkelprodukte verbundener Marken stammen aus Mühlen wie der Stadtmühle Geisingen.