Edelschokolade als Werkzeug des Naturschutzes – das ist der Ansatz von Original Beans. Die niederländische Marke verbindet seit 2008 Genuss mit dem Schutz tropischer Wälder. Gründer Philipp Kauffmann gab eine Tätigkeit bei den Vereinten Nationen auf, um ein Geschäftsmodell aufzubauen, bei dem jede Tafel zur Regeneration der Ökosysteme beiträgt, aus denen der Kakao stammt.
2008 in Amsterdam gegründet
Original Beans wurde 2008 von Philipp Kauffmann gegründet, einem ehemaligen Biodiversitätsexperten der Vereinten Nationen und des WWF. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Amsterdam und beruft sich auf eine familiäre Naturschutztradition. Sein Vorfahre, der Forstwissenschaftler Georg Hartig, prägte bereits Ende des 18. Jahrhunderts den Gedanken, Wälder zum Nutzen künftiger Generationen zu bewirtschaften – ein Konzept, das er Nachhaltigkeit nannte.
Regeneration als Leitprinzip
Die Idee von Original Beans ist einfach: der Natur zurückgeben, was ihr durch Konsum entnommen wird. Die Marke arbeitet im Direkthandel mit Kleinbauernkooperativen und indigenen Gemeinschaften zusammen, setzt auf biologische Agroforstwirtschaft und schützt so Kakaowälder und Biodiversität. Das Programm One Bar: One Tree (heute One4One Trees) pflanzt oder bewahrt für jede verkaufte Tafel einen Baum, dessen Standort sich über einen Code zurückverfolgen lässt.
Bio-Schokolade aus seltenen Edelkakaosorten
Original Beans wählt einige der seltensten Kakaosorten der Welt aus, woraus Single-Origin-Tafeln mit ausgeprägtem Aromaprofil entstehen:
- Cru Virunga (Kongo), aus der Region des Virunga-Nationalparks
- Piura Porcelana (Peru), seltene weisse Kakaobohne aus den Anden
- Beni Wild Harvest (Bolivien), wilder, handgepflückter Kakao
- Esmeraldas (Ecuador), Arriba-Kakao, auch als Milch- und vegane Variante
- Cusco Chuncho 100 % und Arhuaco Businchari (Kolumbien)
Die Rezepturen kommen mit wenigen Zutaten aus (Bohnen, Kakaobutter, Rohrohrzucker, teils Milch), ohne Sojalecithin, Palmöl oder zugesetzte Aromen. Die Herstellung übernimmt der Schweizer Spezialist Felchlin in Ibach (Schwyz) – ein für den Schweizer Markt besonders relevanter Aspekt.
Zertifizierungen und Engagement
Der grösste Teil der Original-Beans-Schokoladen ist bio-zertifiziert, mit Ausnahme einiger Sorten aus nicht zertifizierbarem Wildkakao wie Beni Wild Harvest. Die Tafeln sind glutenfrei, viele zudem vegan. Die Marke verweist auf eine klimapositive Wertschöpfungskette und eine kompostierbare Verpackung aus FSC-zertifizierter Holzzellulose. Mehrere internationale Auszeichnungen, darunter der International Chocolate Award und der Preis der Academy of Chocolate, würdigen die Qualität.
Für welche Verkaufsstellen
Durch Qualitätsanspruch, Rückverfolgbarkeit und Bio-Ausrichtung wendet sich Original Beans an den Biofachhandel und an Feinkostgeschäfte, die hochwertige Single-Origin-Schokoladen suchen. In der Schweiz wird die Marke durch Phag an den Biofachhandel geliefert.
Häufige Fragen
Wo kann man Original Beans in der Schweiz kaufen?
Original-Beans-Schokoladen sind in der Schweiz über den Biofachhandel erhältlich: unabhängige Bioläden und Feinkostgeschäfte. Dort werden Single-Origin-Tafeln und einzelne Kuvertüren angeboten. Da die Herstellung beim Schweizer Spezialisten Felchlin erfolgt, ist die Marke auf dem Schweizer Markt gut verankert.
Sind Original-Beans-Schokoladen bio und vegan?
Die meisten Original-Beans-Schokoladen sind bio-zertifiziert, ausser einigen Sorten aus nicht zertifizierbarem Wildkakao wie Beni Wild Harvest. Alle Tafeln sind glutenfrei, viele sind vegan, etwa die Esmeraldas-Variante mit Mandelmilch. Die Rezepturen verzichten auf Lecithin, Palmöl und Aromen.
Wer stellt die Original-Beans-Schokolade her?
Original Beans mit Sitz in Amsterdam verantwortet Auswahl und Beschaffung des Kakaos, überlässt die Herstellung jedoch dem Schweizer Hersteller Felchlin in Ibach (Kanton Schwyz). Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine fachkundige Verarbeitung seltener Bohnen zu bio-zertifizierter Schokolade ohne Zusatzstoffe und Lecithin.